© Thomas Stephan

Tiere

auf Gut Herbigshagen 

Auf in den Schaustall!

Tiere sind nicht nur für Kleine das Größte.

Schafe und Ziegen, Rinder, Esel, Schweine und Kaninchen sind oft die erste Anlaufstelle auf unserem Biolandbetrieb – und Liebe auf den ersten Blick. Spannend wird’s allerdings bei Blick Numero zwo: So sind die Thüringer Waldziege, das Leineschaf oder das Harzer Rote Höhenvieh selten und vom Aussterben bedroht.  

Warum? Entdecken Sie die Antworten vor Ort! Zehn besondere Nutztierrassen freuen sich auf Ihren Besuch – mit dem Sie übrigens unsere Arbeit fördern, also auch den Schutz und Erhalt dieser Tiere. 

© Martin Becher

Fell und Federn in der Nachbarschaft

Viele weitere Tiere begegnen Ihnen beim Streifzug über das Gelände: Entdecken Sie unsere bunten Pfauen, stattliches Damwild sowie Isy und Leopold, unsere Hausesel.  

Zusätzlich erwartet Sie auf Gut Herbigshagen eine lebendige Piep-Show: Schwalben, Stare und Falken, Fledermäuse, Schleiereulen und viele weitere Vögel sind unsere wilden Hausgäste. Die Nistkästen auf der Streuobstwiese wurden von Kindern aus der Region gestaltet und sind ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz. Sie bieten mehreren gefiederten Generationen ein Zuhause. 

  

 

Harzer Rotes Höhenvieh

Herde Harzer Rotes Höhenvieh auf grüner Weide vor Gut Herbigshagen im Hintergrund© Thomas Stephan

Etwa 15 dieser stattlichen Rinder leben auf den Weiden rund um Gut Herbigshagen. Sie sind nicht nur besonders schön anzusehen, sondern auch besonders selten. Bereits im 16. Jahrhundert gelangte diese Rasse als beliebte Alleskönner in den Harz. Die widerstandsfähigen Tiere lieferten Milch sowie Fleisch und wurden als Zugtiere vor so manchen Karren gespannt.  

Heute ist diese Art gefährdet.  

Ihr Bestand nahm ab, da andere Rassen deutlich mehr Milch und Fleisch produzieren konnten. Das Harzer Rote Höhenvieh wurde für die landwirtschaftliche Nutzung zunehmend uninteressant. Heute engagieren sich wieder einige Menschen für ihren Erhalt. Auch unser Pächter, der Bioland-Züchter Daniel Wehmeyer, trägt gemeinsam mit seinem Team dazu bei, diese alte Haustierrasse zu bewahren.  

Ruhig Blut 

Mit viel Geduld und Respekt führt Daniel Wehmeyer die Herde. Der Fachbegriff dafür lautet „Low-Stress-Stockmanship“. Sowohl Bulle als auch die Mutterkühe und Kälber sind entsprechend handzahm.  

Tipp:

Im April findet traditionell unser Almauftrieb statt – Zaungäste sind zu diesem Erlebnis herzlich willkommen! 

Leineschafe

Der Name verrät‘s: Hier in unserer Region, im Umland von Göttingen, Hannover und dem Eichsfeld, waren Leineschafe früher weit verbreitet. Heute sind diese wolligen Gesellen leider selten. Auch sie stehen auf der Roten Liste gefährdeter Nutztierrassen – kurzfristig leistungsstärkere Rassen waren die Stars der Landwirte. Langlebige, robuste Verwandte wie das Leineschaf hatten das Nachsehen. Ihr Bestand ging massiv zurück.  

Mit unserem Biolandbetrieb und der Zucht engagieren wir uns für ihren Erhalt –  auch zur Freude vieler Kinder:  Die Tiere sind äußerst gutmütige „Angestellte“ unseres Schulbauernhofs und mögen den direkten Kontakt. So ist lebendiger Unterricht rund um die Themen Landwirtschaft und Ernährung erlebnisreich und nachhaltig bei uns Programm. 

Tiervielfalt

auf Gut Herbigshagen

© Miriam Knospe

Hausesel

Esel erobern nicht nur Herzen im Sturm, sondern auch so manch schwieriges Gelände.  

Ihre wilden Verwandten leben in den Stein- und Geröllwüsten Afrikas. Dank ihrer schmalen, festen Hufe sind sie trittsicher und entsprechend gut an ihren Lebensraum angepasst. Zusätzlich sind die Tiere schwindelfrei. Als Lastentiere sind sie auch deshalb weit verbreitet und beliebt. 

Von wegen stur 
Das, was wir als störrisch bezeichnen, ist eine kluge Eigenschaft. Geraten Esel in Gefahr, bleiben sie aufmerksam stehen und schätzen die Lage ab. Pferde würden ihrem Instinkt folgen und sofort flüchten. 

Von wegen dumm 
Esel brauchen keine Navigationsgeräte. Die klugen Tiere erinnern sich auch nach Jahren an Wege, die sie einmal gegangen sind. Selbst in Sandwüsten, in denen kein Mensch einen Weg erkennen kann, orientieren sie sich perfekt. 

Ein Spaziergang mit unseren Hauseseln ist ein unvergessliches und erholsames Erlebnis. Nehmen Sie die Zügel in die Hand und genießen Sie die Tour! Sie haben Interesse an einem Eseltrekking? Sprechen Sie uns gern an!

Damwild

Damwild zählt wie Rotwild und Reh zur Familie der Hirsche. Im Sommer ist diese Art prima an ihren weißen Flecken im braunroten Fell zu erkennen. Ihr „Wintermantel“ ist hingegen schlicht graubraun mit kaum wahrnehmbaren Punkten. 

Damwild ist übrigens größer als ein Reh, jedoch deutlich kleiner und leichter als ein Rothirsch. Ein Geweih tragen – wie bei allen Hirschen – lediglich die Männchen. Das Geweih des Damwilds erinnert an eine Schaufel, während das der großen Verwandten eher einer stark verzweigten Gabel gleicht.  

Seit dem Mittelalter ist Damwild auch wieder in Mitteleuropa heimisch, nachdem es während der Würmeiszeit – vor rund 115.000 bis 10.000 Jahren – verdrängt wurde. Zu der Zeit beschränkte sich das Verbreitungsgebiet auf den Mittelmeerraum und Asien. 

Wilde Bewohner

Neben diesen Tieren sind viele Vogel- und Fledermausarten auf Gut Herbigshagen Zuhause. Lernen Sie auch diese kennen!

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